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Hitze im Büro: Die 3 wichtigsten Fragen

Eine angenehme Raumtemperatur ist ein wichtiger Faktor, um konzentriert arbeiten zu können. Aber welche Temperatur ist ideal? Gibt es Hitzefrei auf der Arbeit? Welche Maßnahmen können Sie ergreifen? Wir haben die Antworten!

Hitze im Büro: Die 3 wichtigsten Fragen

Sicherlich sind Ihnen die oben genannten Fragen im Sommer öfters in den Sinn gekommen. Immerhin ist es Ihre Verantwortung als Arbeitgeber, sich um das Wohlergehen Ihrer Angestellten zu sorgen. Ein erster Anhaltspunkt ist die Arbeitsstättenverordnung. Auch, wenn sich diese zum Thema Raumtemperatur eher schwammig äußert. Dort heißt es lediglich, dass Arbeits-, Pausen- und Sanitärräume ein „gesundheitlich zuträgliches Klima“ aufweisen müssen. Aber was genau soll das bedeuten?

Was unter einem gesundheitlich zuträglichen Klima zu verstehen ist, wird in den Technischen Regeln der Arbeitsstättenverordnung (Abschnitt A3.5) genauer erläutert. Kurz gesagt, ist eine optimale Raumtemperatur abhängig von der Tätigkeit. Bei sitzenden Tätigkeiten kühlt der Körper aus, weswegen hier höhere Temperaturen empfohlen sind. Bei Tätigkeiten, in denen viel gestanden oder gelaufen wird, ist es wiederum wichtig, den Körper durch die Außentemperatur abzukühlen.

Was ist die ideale Raumtemperatur für das Büro?

Arbeitsschwere Definition optimale Temperatur
leicht leichte Hand-/Armarbeit bei ruhigem Sitzen bzw. Stehen verbunden mit gelegentlichem Gehen 19°C bis 20°C
mittel mittelschwere Hand-/Arm- oder Beinarbeit im Sitzen, Gehen oder Stehen 17°C bis 19°C
schwer schwere Hand-/Arm-, Bein- und Rumpfarbeit im Gehen oder Stehen 12°C

Demnach ist für Büroarbeiten eine Temperatur zwischen 19°C und 20°C optimal. Dies beantwortet jedoch nicht, welche maximale Temperatur Ihren Angestellten zugemutet werden darf.

Wann ist es zu heiß zum Arbeiten?

Den Begriff Hitzefrei kennen Sie sicherlich noch aus Ihren Schultagen. Aber gibt es auch Hitzefrei auf der Arbeit?

Generell heißt es in der Arbeitsstättenverordnung, dass die Lufttemperatur 26 Grad nicht überschreiten soll. Das bedeutet allerdings nicht, dass in diesem Fall die Arbeit niedergelegt werden darf. Sondern, dass schwere körperliche Tätigkeiten eingestellt und entsprechende Maßnahmen ergriffen werden müssen. Mit anderen Worten: Bürotätigkeiten sind bei einer Raumtemperatur ab 26 Grad unbetroffen.

Erst ab einer Lufttemperatur von über 35 Grad ist der Arbeitgeber dazu angehalten, seinen Angestellten Hitzefrei zu gewähren. Was nicht bedeutet, dass er dazu gesetzlich verpflichtet ist. Dennoch muss er die Konsequenzen tragen, falls jemand aufgrund der unzumutbaren Raumtemperatur zu Schaden kommt.

Denn Hitze laugt den Körper nachweislich aus. Schließlich ist dieser permanent damit beschäftigt, sein System wieder runter zu kühlen. Ähnlich wie beim Computer kann anhaltende Hitze zu einem „Shut-Down“ führen: Im schlimmsten Fall erkrankt der Kreislauf, wodurch Ihre Mitarbeiter komplett ausfallen oder langfristige Schäden erleiden. Abgesehen davon, fördern schlechte Arbeitsbedingungen schlechte Arbeitsqualität. Flüchtigkeitsfehler häufen sich und unangenehme Aufgaben werden aufgeschoben. Außerdem sinkt die Motivation und das Vertrauen, worunter Ihr Unternehmensimage leidet.

Versuchen Sie stattdessen Vorkehrungen zu treffen, um Ihren Angestellten auch im Sommer ein angenehmes Raumklima zu bieten.

Sonderfall: Wann hitzefrei gewährt werden muss

Legt ein Arbeitnehmer ein ärztliches Attest vor, dass er ab einer bestimmten Raumtemperatur gesundheitlich gefährdet ist, bleiben Ihnen als Arbeitgeber zwei Möglichkeiten:

1. Sie ergreifen sofortige Maßnahmen und senken die Raumtemperatur auf das vorgeschriebene Idealmaß.

2. Sie gewähren dem Arbeitnehmer Home Office, wenn dort bessere Bedingungen gegeben sind.

Wenn keine der beiden Möglichkeiten eine Option ist, sind Sie rechtlich dazu gezwungen, Hitzefrei zu gewähren. Dies gilt insbesondere für schwangere und stillende Arbeitnehmerinnen.

Wie kann die Raumtemperatur gesenkt werden?

Eine einfache und naheliegende Lösung ist eine Klimaanlage anzuschaffen. Allerdings hat eine Klimaanlage auch Nachteile wie Zugluft, zu geringe Luftfeuchtigkeit und steigende Infektionsgefahr. Dennoch ist eine Klimaanlage das bislang erfolgreichste Verfahren der Raumkühlung — gerade bei Großgebäuden. Allerdings sollten Sie bei einer Klimaanlage folgendes beachten:

  • Lassen Sie die Klimaanlage nur nachts laufen, um in dieser Zeit die Büroräume auszukühlen.
  • Lassen Sie die Klimaanlage regelmäßig reinigen, um Bakterien und unangenehme Gerüche zu vermeiden. Bei kleineren Systemen können Sie eigenständig den Filter wechseln.

Am besten, Sie achten bereits beim Mieten eines Bürokomplexes auf eine effektive Wärmedämmung und Lichtschutzsysteme (automatische Jalousien). Ansonsten finden Sie in der Arbeitsstättenverordnung einige Tipps.

Maßnahmen zum Senken der Raumtemperatur

  • Stellen Sie kostenlos kühle Getränke bereit. Hier bietet sich die Investition in einen Wasserspender an. Unsere Anbieter beraten Sie gerne kostenlos und unverbindlich
  • Schalten Sie elektrische Geräte nur bei Bedarf ein und in der Mittagspause aus.
  • Lüften Sie in den frühen Morgenstunden durch, und nutzen Sie danach Ihre Lichtschutzsysteme, um das angenehme Klima einzudämmen.
  • Lockern Sie die Bekleidungsregeln und erlauben Sie auch kurze Hosen, Tops und Flipflops. Insbesondere wenn Ihr Unternehmensmodell keinen direkten Kundenkontakt erfordert, sind starre Richtlinien für die Bekleidung deplatziert.
  • Gewähren Sie Gleitzeit und das Verlagern von Arbeitszeiten. Erlauben Sie Home Office, wenn die Bedingungen dort besser sind.
  • Stellen Sie Ventilatoren auf. Wobei Sie hier abwägen sollten, ob der hohe Stromverbrauch dieser Geräte wirklich rentabel ist. Zudem sind Modelle im niedrigen Preissegment laut, was sich wiederum negativ auf die Konzentration auswirkt.

Neben diesen Maßnahmen empfehlen wir Ihnen Pflanzen im Büro aufzustellen. Zwar senken diese nicht die Temperatur, vermeiden aber stickige Luft bei steigender Hitze. Außerdem werten Pflanzen Ihr Büro optisch auf, was Ihre Mitarbeiter und Kunden sicherlich positiv bewerten.