Wasserspender
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Im Keim erstickt - wie Sie Ihren Wasserspender sauber halten!

Die Hygiene ist ein viel diskutiertes Thema, wenn es um die Anschaffung und den Betrieb eines Wasserspenders geht - nicht nur im Büro, sondern vor allem auch beim Einsatz in Krankenhäusern, Schulen und Altenheimen. Hier stellt Keimbelastung ein besonderes Risiko für den Konsumenten dar.

Im Keim erstickt - wie Sie Ihren Wasserspender sauber halten!

Die zunehmende Beliebtheit der Geräte hat auch der Gesetzgeber erkannt und den „mikrobiologischen Status freistehender Wasserspender“ in den Überwachungsplan des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit aufgenommen. Ziel dabei war eine Aktualisierung der Erkenntnisse, die bereits 2005 vom Bundesinstitut für Risikobewertung in einer Studie zu Hygienemängeln bei Wasserspendern gewonnen wurden sowie die Ableitung geeigneter Maßnahmen für einen hygienischeren Betrieb der Geräte.

Ergebnisse der Untersuchung

Untersucht wurden 2005 lediglich öffentlich zugängliche Wasserspender im Hinblick auf Gesundheitsrisiken durch mikrobiologische Verunreinigungen. Die Ergebnisse sind mit einer Beanstandung von mehr als einem Drittel der knapp 800 untersuchten Proben durchaus ernst zu nehmen, wobei die Grenzwerte umstritten und vom Gesetzgeber nicht eindeutig festgelegt sind. Die aktuelle Untersuchung relativiert die Belastung auf eine Beanstandungsquote von 21 Prozent. Häufigster Kritikpunkt ist die erhöhte Belastung durch Keime oder Mikroorganismen.

Das BfR mahnte damals in diesem Zusammenhang fehlenden Richtlinien im speziellen in Bezug auf leitungsgebundene Wasserspender an. Dem hat die German Watercooler Association (GWCA), einem Verband der Hersteller von Wasserspendern, jedoch inzwischen Rechnung getragen und bietet die „Leitlinien für gute Hygiene Praxis“ sowohl für Bottled Watercooler als auch für sog. Point-of-Use Watercooler (leitungsgebundene Systeme) an. Diese Leitlinien sind zugleich die Grundlage für Hygiene-Audits, denen sich GWCA-zertifizierte Anbieter von Wasserspendern regelmäßg unterziehen. In diesem Zusammenhang sei auch auf unsere Hygiene-Empfehlungen für den Endanwender verwiesen.

Gesetzeslage - wie viel Keim darf sein?

Deutschland ist zurecht bekannt für seine überdurchschnittlich hohe Trinkwasserqualität, die strengen Richtlinien und Kontrollen unterliegt. Dabei wird unterschieden zwischen Leitungswasser sowie Mineral und Tafelwasser. Leitungswasser unterliegt den Schutzvorschriften der Trinkwasserverordnung von 2001. Diese definiert Grenzwerte für die Schadstoffbelastung und deren Kontrolle. Für weiterverarbeitende Systeme wie einen leitungsgebundenen Wasserspender findet die Verordnung allerdings keine Anwendung. Dieser Gerätetyp zeichnet sich bei korrekter Handhabung dennoch durch ein sehr hohes Hygienelevel aus. Zum einen weist das Grundprodukt, das Leitungswasser, eine sehr hohe Qualität auf und ist nach der o.g. Richtlinie beanstandungslos. Zum anderen entfällt das Risiko der Verunreinigung durch zu lange Lagerzeiten, da das Wasser stets für den Gebrauch frisch aus der Leitung entnommen wird.

Demgegenüber sind die Wassertanks der freistehenden Wasserspender nicht über die Trinkwasserverordnung geregelt, sondern unterliegen den Vorschriften der Verordnung über Mineral-, Quell- und Tafelwasser (kurz MTV). Diese definiert Höchstwerte für die Schadstoffbelastung bis zu 12 Stunden nach der Abfüllung. Die Keimbelastung bei Watercoolern entsteht jedoch in aller Regel nicht innerhalb der geschlossenen Gallone, sondern erst nach deren Öffnung. Doch auch hier lässt sich durch einige einfache Hygieneregeln das Gesundheitsrisiko minimieren.

Nützliche Regeln für den Alltag

Keimbelastung ist zwar kein Mythos, aber auch kein unlösbares Problem, wenn man ein paar Aspekte beachtet. Diese sind insbesondere:

  • regelmäßiger Austausch angebrochener Gallonen
  • regelmäßige Reinigung des Zapfhahns
  • professionelle Reinigung der wasserführenden Leitungen durch Fachpersonal
  • Auswahl eines geeigneten Standorts mit geringer Sonneneinstrahlung

Jede Richtlinie ist nur dann zielführend, wenn sie auch mit entsprechender Gewissenhaftigkeit umgesetzt wird. Ein Wasserspender spart Geld, verursacht aber auch Zeit- oder Kostenaufwände in der Pflege. Mitarbeiter und Reinigungspersonal sollten dafür sensibilisiert werden. Im Rahmen von Mietverträgen sind regelmäßige professionelle Reinigungen, wie von der GWA empfohlen, vielfach inklusive. Darüber hinaus ist eine regelmäßige Grundreinigung empfehlenswert. Als Gedankenstütze kann hier ein Reinigungsplan dienen, der von den zuständigen Mitarbeitern abgehakt wird und von uns als Muster zum Download bereitgestellt wird.