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Wasser trinken im Urlaub - ein Gesundheitsrisiko?

Der Sommer ist da! Und mit ihm auch die Freude auf den geplanten Urlaub: Arbeit und Verpflichtungen hinter sich lassen und einfach mal entspannen. Doch kaum ist man am Urlaubsort angekommen, macht einem die eigene Gesundheit einen Strich durch die Rechnung. Laut Weltgesundheitsorganisation ist in 80 Prozent der Fälle das örtliche Trinkwasser daran schuld. Wie Sie das verhindern und so Ihren Urlaub richtig genießen können, erfahren Sie hier!

Wasser trinken im Urlaub - ein Gesundheitsrisiko?

Im Urlaub werfen viele Menschen häufig ihre Ess- und vor allem Trinkgewohnheiten über Bord. Kommen dann noch wärmere Temperaturen und sportliche Betätigung dazu, kann der Trinkwasserhaushalt spürbar durcheinander geraten. Die dadurch entstehende Dehydrierung des Körpers äußert sich zum Beispiel durch Kreislaufprobleme oder Kopfschmerzen und kann auch längerfristig das Immunsystem schwächen. Deshalb ist es wichtig, dem vorzubeugen und ausreichend Wasser im Verlauf des Tages zu sich zu nehmen. Achten Sie aber darauf, was Sie trinken! Natürlich gehören Cocktails und gekühlte Softdrinks zu einem Urlaub in der Sonne dazu - trotzdem sollten Sie regelmäßig zum Wasserglas greifen. Doch auch da ist Vorsicht geboten!

Der Status quo:

Hochqualitatives Trinkwasser aus dem Wasserhahn - was für uns in Deutschland eine Selbstverständlichkeit ist, stellt in anderen Ländern eine gesundheitliche Bedrohung dar. Und dafür muss man nicht über Ozeane hinaus in Länder der Dritten Welt schauen. Auch hier bei uns in Europa gibt es einige Länder und Regionen, in denen Sie das Leitungswasser lieber nicht genießen sollten. Wie es in Ihrem Reiseland konkret aussieht erfahren Sie auf der Webseite des auswärtigen Amtes.

Neben dem Wasserkonsum aus der Trinkwasserleitung kann die Gefahr auch versteckt lauern:

  • Eiswürfel: Am ersten Urlaubstag die Reise mit einem leckeren Cocktail oder Softdrink am Strand einleiten: Damit das ohne gesundheitliche Folgen bleibt, sollten Sie ein besonderes Augenmerk auf die Eiswürfel in Ihrem Drink werfen. Grundsätzlich gilt hier: Ist das Leitungswasser nicht trinkbar, sind es dessen Eiswürfel auch nicht. Im Gegensatz zum Aufkochen von Wasser tötet ein Einfrieren bösartige Bakterien und Krankheitserreger nicht ab! Fragen Sie deshalb im Vorfeld nach, wie das Restaurant oder die Bar die Eiswürfel herstellt und verzichten Sie gegebenenfalls darauf.
  • Badewasser: Auch Badewasser - vor allem in stehenden Gewässern - kann gerade für Kinder gefährlich sein. In vielen Ländern werden Abfallstoffe der Industrie und Landwirtschaft unkontrolliert in Gewässer geleitet und verunreinigen das Wasser. Ein bedenkenloses Bad kann hier schnell zum Risiko werden. Obwohl diese Situation seltener an hoch besuchten Urlaubsorten vorkommt, kann es in abgelegenen Regionen durchaus vorkommen. Halten Sie deshalb nach Schildern oder Einheimischen Ausschau, die Sie diesbezüglich befragen können. Zudem sollten Sie Ihren Augen in dieser Angelegenheit nicht vertrauen: Der Schein kann trügen und das sauber aussehende Wasser weist trotzdem gefährliche Mikroorganismen auf.
  • Zähne putzen: Wenn Sie das Wasser nicht trinken möchten, dann sollten Sie auch beim Zähne putzen lieber auf Flaschen- oder abgekochtes Wasser zurückgreifen. Denn beim Zähneputzen kann häufig ganz unbewusst etwas Wasser verschluckt werden. Achten Sie auch beim Duschen darauf den Mund möglichst geschlossen zu halten.

Doch: Für Wasser ist gesorgt!

Sollten Sie jetzt eingeschüchtert sein und bereits überlegen den Urlaub doch lieber zu Hause zu verbringen, seien Sie unbesorgt. Überall auf der Welt gibt es die Möglichkeit auf das örtliche Leitungswasser zu verzichten. Dafür sorgen globale Marken wie Nestle, Coca-Cola oder Pepsi & Co., die weltweit hochqualitatives Mineralwasser in Flaschen oder Kanistern relativ günstig anbieten. Hierbei kann man sich sicher sein, gesundes und reines Wasser zu bekommen.

Zusätzlich gibt es die Möglichkeit das Leitungswasser vor dem Trinken oder Zähneputzen abzukochen. Lassen Sie sich hierbei aber Zeit und achten Sie darauf, dass das Wasser auch wirklich über einen kurzen Zeitraum hinweg kocht. Denn nur so werden die gefährlichen Krankheitserreger und Verunreinigungen sicher entfernt.

Der deutsche Magen ist verwöhnt.

Neben den angesprochenen Informationsquellen wie zum Beispiel das Auswärtige Amt raten viele Reiseportale dazu, vor dem Genuss von Leitungswasser Einheimische nach der Qualität zu fragen. Allerdings kann eine positive Rückmeldung nicht auch automatisch für Sie und besonders Ihre Kinder gelten. Denn: Der deutsche Magen ist verwöhnt! Viele Menschen haben sich an die hohe Leitungswasserqualität gewöhnt und reagieren deshalb umso stärker auf das örtliche Wasser, aber auch auf Speisen, die mit ungekochtem Wasser zubereitet werden. Meist äußert sich das in schwachen bis starken Magen-Darm-Beschwerden, die sich aber nach einer kurzen Eingewöhnungszeit wieder legen sollten.

Zum Abschluss finden Sie hier eine kurze, aber wichtige Checkliste mit Dingen, die Sie vor und während Ihrer Reise beachten sollten:

  • Informieren Sie sich über die Wasserqualität an Ihrem Urlaubsort.
  • Decken Sie sich und Ihre Mitreisenden ausreichend mit Trinkwasser für den ganzen Tag ein.
  • Achten SIe gemeinsam darauf ausreichend zu trinken. Vor allem bei sportlichen Aktivitäten!
  • Gleichen Sie Softdrink- und Alkoholkonsum durch ausreichend Wasser aus.
  • Verzichten Sie auf Eiswürfel.

Lieber vorsichtig sein!

Ihren Urlaub haben Sie sich verdient und er ist wichtig, um den Alltagsstress für kurze Zeit hinter sich zu lassen. Achten Sie deshalb auf eine ausreichende und gesunde Flüssigkeitszufuhr, um Ihre Auszeit in vollen Zügen und ohne gesundheitliche Probleme zu genießen.